Versunkenheit - wie eine Feder, die schwebt... Aus dem Clownin-Workshop in Kiel

Versunkenheit im Spiel Clownin LOTTE
foto dirk schäfer

Letztens schrieb ich in einem Newsletter, es geht in meiner Arbeit um Stille. Schabernack. Swing. 

 

Vor Kurzem habe ich allerdings wieder ein neues passendes Wort für meine Arbeit gefunden, das ich mit Euch teilen möchte:

 

„Versunkenheit"

 

 Klingt das nicht schön?

 

Eine Kursteilnehmerin des Clownin-Workshops in Kiel im Oktober 2018 hatte in der Abschluss-Runde davon gesprochen: Sie habe die Versunkenheit des Spiels so sehr genossen.

 

Das löste bei mir ein großes "Aaaah" aus. Endlich hatte ich ein Wort für das gefunden, was ich so schwer zu fassen bekomme…

 

Im Workshop gibt es nämlich immer den Moment, wenn alle in ein freies Spiel mit sich und der Welt kommen... - der ganz besonders ist. Wo niemand stören darf. Irgendwie zauberhaft.

 

Ich bin in der glücklichen Position, dabei zuschauen zu dürfen und bin immer so dankbar dafür - bin selbst völlig verzaubert davon.

 

Bisher hatte ich da keine Worte für. Jetzt ja: Die Versunkenheit ins Spiel.

Ein angenehmer Flow und ein so entspannendes "Einfach-sein-wie-ich-bin"

Ich schätze diese Versunkenheit in den Moment so sehr. Im Spiel, in der Musik, in der Beziehung, im Körper, im Leben. In der Natur. Es ist so ein angenehmer Flow, ein so entspannendes Sein - ein Wohlgefühl ohne jegliche Anstrengung, in der alles spielend leicht geht und ganz einfach zu mir kommt. Ich muss nichts denken. Es ist ein bißchen wie eine Feder, die schwebt. Leicht.

 

Und kein Wort und keine Geste sind zu viel. Alles ist gut. Ich vergesse die Zeit.

 

Kennt Ihr diese Momente der Versunkenheit?

 

In Kiel sprachen wir am Ende des Clownin-Workshops darüber, wie schön es wäre, mehr von dieser Versunkenheit, dem "Einfach Sein, wie ich bin", dieser freudvollen Leichtigkeit im Alltag zu erleben. Danach sehnten sich alle.

 

Gerade jetzt im Advent geht es ja um etwas Ähnliches. Um Besinnlichkeit. Und um Hoffnung. Also ein hoffnungsvolles Versinken.

Adventliche Übungen aus Entspannung & Clownerie für mehr Leichtigkeit

Zauber, Traum und Stille für Entspannung und Clownerie

Meine Anregungen für den Alltag sind heute kleine adventliche Übungen aus Clownerie & Entspannung. Immer geht es um einen Moment des Innehaltens. Und um den Genuss des Augenblicks:

  • Eine Kerze anzünden
  • still werden und in eine Kerze schauen
  • dem Windhauch in den Ästen zusehen
  • dem Glockengeläut lauschen
  • einen heißen Tee genießen
  • Herzchen-Dusche visualisieren (oder Sternenstaub)
  • Dankbarkeit üben für das was ich habe und bin
  • Mund offen lassen und staunen

Den Mund offen zu lassen, hilft übrigens ungemein gegen (negative) Gedanken und Sorgenmachen und führt geradewegs in den Augenblick hinein. Mit all diesen Gewahrseins-Übungen kann es dann ganz leicht sein, einen liebevollen Blick zu verschenken und meinen Mitmenschen die Hand zu reichen, vielleicht sogar mit ihnen zu spielen. Frieden breitet sich aus...

 

Bitte schreibt mir gerne von Eurer Versunkenheit in den Kommentar! Wann und wo und wie... Ich bin ganz gespannt.

 

Herzliche Grüße zum Advent in friedlich versunkenem Sein,

 

Kristina

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Christiane Holsten (Mittwoch, 05 Dezember 2018 08:23)

    Dankeschön für diesen wunderbaren Artikel ❤ ich fühle mich sehr verbunden �
    Herzliche Grüße Christiane